Persönliches, Werner Wolfsfellner MedizinVerlag - Werner Wolfsfellner MedizinVerlag

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Persönliches, Werner Wolfsfellner MedizinVerlag

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Persönliches
 
Im Mai 1949 – also zur Gründungszeit der Bundesrepublik Deutschland – kam ich im Sternzeichen Stier in der Münchner „Werneck-Klinik“*) auf die Welt. 
Am 19. Mai 1949 kam ich „grundgesetzlich“ auf die Welt: ein entscheidender Tag in der Nachkriegszeit.
[Als einzige Volksvertretung stimmte der Bayerische Landtag in einer Sitzung in der Nacht vom 19. auf den 20. Mai 1949 mit 101 zu 63 Stimmen bei neun Enthaltungen gegen das Bonner Grundgesetz. Der Vorschlag zur Ablehnung stammte von der Staatsregierung. Die CSU, die über eine Mehrheit im bayerischen Landtag verfügte, lehnte im Unterschied zur SPD und FDP das Grundgesetz ab. Sie fürchtete zu viel Einfluss des Bundes und forderte eine stärkere föderale Prägung, beispielsweise eine  Gleichberechtigung des Bundesrates bei der Gesetzgebung. Die Verbindlichkeit des Grundgesetzes für den Freistaat Bayern für den – eingetretenen – Fall, dass bundesweit zwei Drittel der Länder das Grundgesetz ratifizieren würden, wurde aber in einem gesonderten Beschluss mit 97 von 180 Stimmen bei 70 Enthaltungen und sechs Gegenstimmen dann doch akzeptiert.]

Die ersten Jahre in der Nachkriegszeit in München-Schwabing, bin ich einen Katzensprung neben dem Schwabinger Krankenhaus in der Bonner Straße aufgewachsen; in einem landwirtschaftlich geprägten Idyll unter Kastanienbäumen und Schrebergärten, in der Nachbarschaft umgeben von „Schwarzbauten“ und mit schwarz- oder verstecktgehaltenen Kühen, Schweinen und anderen Nahrungsmittelspendern. Seinerzeit hochgewachsene Kastanienbäume verlockten den kleinen Verleger für Zuschauer zu schwindelerregenden Expeditionen gen Himmel, –  da ist vermutlich auch eine besondere Sehnsucht nach Kastanien und Höhen im eigenen Verhalten angelegt worden. Verbliebene Kindheitsbilder lassen erinnern an „schwarze“ GI’s in der staubigen und damals noch nicht asphaltierten Bonnerstraße, die mir als blonden Buben mit einer besonderer Lockenpracht Kaugummis und Cadbury-Schokolade am Wegesrand stehend zuwarfen. Die Nähe zum Schwabinger Krankenhaus, zur Medizin, zu Blaulicht und Martinshörner, am Kölner Platz – auch wenn in der Erinnerung nur der Milchladen an der Hörwarthstraße verblieb – war mitunter eine Lebensspur bis heute. 
Handwerkliches meisterlich-bewundertes Geschick zeigte sich beim Ziegelputzen und Nägel-Geradeklopfen auf dem Schuttberg am sogenannten Oberwiesenfeld, dem heutigen Aussichts- und Rodelberg, als sich anfangs der 50er Jahre meine Eltern ein Häuschen, „die Schwabinger Villa“, in der besagten Straße bauten, das aber bald einem Neubaugebiet geopfert werden musste. Dann begann eine Reise des Wohnortes über München-Moosach, Neuhausen, um in den 70er Jahren im seinerzeitigen „Glasscherbenviertel“ Westend – heute eine bald beliebte Wohngegend – zu verwurzeln.
Vater und Verwandte waren nach dem Krieg bei der Polizei oder ähnlichen Strukturen; vielleicht ist manches und ungebrochene journalistische und redaktionelle Aufspüren von Geheimnissen oder „investigative trüffelschweinsuchende“ Ganovendossier in diesen Wurzeln zu suchen. Und dieses Suchen – auch im Leben und in der Arbeit – war immer geprägt von geraden Wegen, vielen Umwegen, aber auch steinigen Wegen. 
Auf dem Rupprecht-Gymnasium in der Albrechtstraße wurde 1969 das Abitur gemacht wurde. Es folgte ein Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität zu München. 

Eine 10-jährige Verpflichtung im Katastrophenschutz als Alternative zur Bundeswehr brachte die Nähe des Rettungswesens und die Praxis von vielen Hunderten von Notfall- oder Blaulichteinsätzen; damals noch ohne fundierte Ausbildung, ohne präklinisches modernes Equipment. Ein Engagement in einer berufsständischen Vereinigung, das eine berufliche Anerkennung für den Rettungssanitäter anstrebte, brachte Einblick in Politik, Interessensvertretungen, handelnde Persönlichkeiten, Gewerkschaften und v. a. m. 
Mein legendärer und viel zitierter Artikel [„Rette sich wer kann, ein Rettungssanitäter  erzählt“] aus dem Jahre 1984 – so urteilen andere, auch heute noch – im Buch „Konzern der Menschlichkeit“, die Geschäfte des DRK, von Gerhard Müller-Werthmann und Dr. Rupert Neudeck, zeigte die Notwendigkeit des Aufklärens, des Publizierens, sodass 1986 ein eigener Verlag in München gegründet wurde, der nach vielen Umwegen und politisch-ökonomischen Zwängen sich heute noch als fairer und geschätzter Partner nicht nur in medizinischen Publikationen darstellt. Viele Hunderte Drucksachen – von der Visitenkarte bis zu tonnenschweren Produktionen, sprich Lkw mit Hänger – wurden für unterschiedlichste Auftraggeber und verlagseigene Projekte realisiert. 
So wird es auch weitergehen, zumal ich in den letzten Jahren zwangsläufig selbst zu einer Art Zeitzeuge mit einem von manchen – auch jüngeren – Mitbürgern hoch geschätzten Archiv geworden bin. Know-how gepaart mit frischen Ideen, Seriosität und Zuverlässigkeit wird weiterhin unsere Firmenphilosophie sein.


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*) [Redaktionelle Anmerkung, Mai 2016: Dank Internet und Suchmaschinen bekam ich überraschend mehrere Anfragen zu dieser Klinik in der damaligen Werneckstraße 16 in München-Schwabing; der Inhaber war ein Dr. Ludwig Mohr; bei schnellen Recherchen im eigen Archiv findet man diese Privat-Klinik im Stadtadressbuch 1935 bis etwa 1960, insgesamt sehr wenig. Hier sind wir – bei fast geheimnisvoller Historie – neugierig geworden und werden weiter nachforschen].  


 
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Letzte Aktualisierung: 26. Mai 2016

 
 
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