Technikgeschichte - Werner Wolfsfellner MedizinVerlag

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Technikgeschichte

Wer sind wir

Des Verlegers Technikgeschichte

In den drei Jahrzehnten Produktionen ab Mitte der 80er-Jahre war man auch Teil einer bzw. mehreren revolutionären technischer Entwicklungssprünge. Damals war das Stichwort in der Produktion, analoge Technik: gibt es „fertige Filme“? – heute in der digitalen Technik heißt es, gibt es „Daten“ oder eine druckfähige „pdf“?
Mit einem postscriptfähigen Laserdrucker für heute unvorstellbare fast zwanzigtausend Mark, im Jahre 1968 begann unsere Verlagstechnik, zusammen mit dem ehrgeizigen Projekt, sich den damals traditionellen und starren Produktionszwängen zu entziehen. Heute und hundertmal so schnell kostet ein Laserdrucker 100 Euro.
Standard war damals klassische Satz- und Reprotechnik, das heißt, Texte wurden in zuerst „Fahnen“ gesetzt, dann lektoriert und korrigiert und am Ende mit Bildern zusammen als Film und auf Bogen montiert: ein unglaublich kostspieliger Personal- und Materialeinsatz, für ein analoges Zwischenprodukt, das auch unglaublich viel Zeit auf Leuchttischen in Anspruch nahm [es mussten ja bei Farbdrucken immer die vier cmyk-Farbbogen montiert werden und übereinander lupengenau passen [cmyk heißt cyan-magenta-yellow-key=black, also blau-rot-gelb-schwarz]. 

Das erste DTP-Computer-Programm, der Ventura Publisher, noch unter Windows Version 3.11 bedeutete dann den Weg zum eigenen Satz und digitalen Seitenumbruch und fertigen Film; aber dieser Weg war beschwerlich und verspöttelt und wurde oft boykottiert. Als einer der ersten Verlage in München habe ich dieses Programm-Experiment mit bald 4.000 Mark gewagt und dies ist auch standardmäßig alle 5 Minuten zum Neustart abgestürzt. Heute kann mit einem 200-Euro-Programm bald jede Sekretärin etwas Publizieren (über Gestaltung und Typografie wollen wir ja nicht reden…).
Zeit musste man damals viel haben, darum waren Verlags- und Redaktionsstuben auch bis tief in die Nacht oder rund-um-die Uhr besetzt. Eine einfache Photoshop-Bildbearbeitung mit 386er-Rechnern dauerte mitunter Stunden, heute geht es in Sekunden.
Auch in der Drucktechnik wurde vieles selbst ausprobiert und realisiert. Bei einem befreundeten Druckereiunternehmen habe ich auf einer Heidelberger GTO (Ein- und Vierfarbenmaschine, analoge Technik mit manuell zu bedienenden Farbwerken) von der Druckplattenherstellung, Druck und Verarbeitung alles gelernt und auch gemacht. Sprich, der Kampf mit einem lebenden Werkstoff wie Papier, Farbe und klimatischen Einflüssen, der auch heute noch existiert, ist tief verwurzelt, allgegenwärtig. Leider verstehen diese problematischen Hintergründe heute manche jungen Leute aus Einkauf oder Agenturen absolut nicht.

Unser technisches „Verlagsmuseum“ leidet oder freut sich für andere unter Aufbewahrungsnot verschiedenster Techniksprünge, – und kaum entsorgt man ein Gerät, dann wird bestimmt und garantiert in den nächsten zwei Wochen zum Dearchivieren irgend einer Produktion oder Datenbestände oder Kundennachfrage alles wieder benötigt.

Digitalisierung von analogen Bildern
Es gibt sie immer noch: die Schätze von Fotografien oder Negativen, auch im Mittelformat, die sogenannten 6x6-Dias. Wir haben – nachdem die exklusiven, aber auch teueren Nikon-Scanner schmerzliche Obsoleszenzeigenschaften zeigen, d. h. sie geben nach 10 Jahren ihren Geist auf, technische Alternativen getestet und sind seit einigen Wochen wieder im Besitz eines Mittelformatscanners, der sich auch wieder um die 6x6-Negativschätze kümmern kann. Falls Sie solche Dienste benötigen, fragen Sie uns gerne.  
 


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Letzte Aktualisierung: 26. Mai 2016

 
 
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